Re: Rendite der Druckerhersteller - Canon-Drucker mit “Verfallsdatum”
Nur mal kurz an alle “Protestierer”:
>
> Welchen Sinn macht es für eine Firma, die eh schon
> hochsubventionierten
> Drucker früher aus dem Verkehr zu ziehen als unbedingt nötig?
Völlig richtig, es macht absolut_keinen_Sinn, einen
“hochsubventionierten” Drucker gegen einen anderen
“hochsubventionierten” Drucker auszutauschen.
Genau das riskiert aber Canon, wenn nach einer bestimmten Anzahl Seiten
der Drucker die Arbeit verweigert !!
> Mein erster Job war Tintendruckerentwicklung (ist allerdings schon
> fast
> 10 Jahre her), und einige Sachen waren von Anfang an klar:
>
> - Die Firmen verdienen *nichts* an den Druckern (bei 200 DM /
> Drucker?
> wie denn?).
Tintendrucker für 200 DM mag’s heute geben, vor einigen Jahren lag man
noch locker beim 3-4fachen Preis.
> - Geld gemacht wird mit der Tinte (1000 DM / l - Selbstkosten eher
> 0,10
> DM / l).
>
> Aaaber: Durch das Produkthaftungsgesetz sieht man sich vor, daß z.
> B.
> die Tintenreservoire auf keinen Fall übervoll werden. Schon mal
> durchkalkuliert, wieviel ein mit überlaufender Tinte eingesauter
> Perserteppich die Firma kostet?
EIN DEUTLICHER HINWEIS im Handbuch würde genügen, um das Problem der
Produkthaftung zu lösen.
Das Problem mit der Resttinte ließe sich im übrigen ähnlich lösen, wie
das Problem des Resttoners bei Laserdruckern:
selbst bei low(est)-cost-Druckern enthält das neue Tonerset entweder
einen entsprechenden Behälter, der beim Tonerwechsel mit ausgetauscht
wird oder im Tonerbehälter selbst ist eine Auffangmöglichkeit gegeben.
Diese “Wartung” wird im übrigen auch von sog. DAUs erledigt; wenn es
also bei den Laserdruckern funktioniert, wieso nicht auch bei den
Tintenspritzern??
Umweltfreundlicher wäre es auf alle Fälle, da ließe sich sogar noch
Werbung damit machen…
>
> Und: Wenn im Handbuch steht, wie man das umgeht, ist die Sperre
> nutzlos. Da muß man die (L)User wirklich vor sich selbst schützen,
> sonst gehen die Streitigkeiten doch los.
>
> Weiter: Auch wenn viele Industriefremde es nicht glauben wollen:
> Reparaturpauschalen von 170 DM decken gerade mal die Kosten der
> Firmen.
> Sachbearbeiterstunden lagen damals schon bei 150 DM in der
> Kalkulation,
> und mit Einpacken, Handling etc. ist eine Stunde garantiert
> verplant.
Wer sich einen 200 DM-Drucker für 170 Mark reparieren läßt, ist selber
schuld. IMHO ist bei diesen Druckern eine Reparatur von Seiten der
Hersteller auch nicht gewünscht: Hier lautet die Devise ex und hopp.
Womit wir wieder beim Subventions-Problem (s.o.) angelangt wären…
>
> Also: Seht zu, wie die Sperren zu umgehen sind, aber schimpft nicht
> auf
> die Industrie - die würde es anders machen, wenn sie nur könnte.
> Ideal
> wäre ein kostenloser Drucker, der ewig hält, und dann sündhaft
> teure
> Tinte in einem Spezialkopf, den kein Fremdanbieter nachfüllen
> kann…
>
>
Gottseidank hat der Mensch noch Träume
> — Erik Koennecke
Gruß
Harald