Erst Epson, jetzt wieder HP - Tintensysteme auch betroffen? - InkTec gibt im Patentstreit über Drucker…
href=”http://blog.bebl.eu/2008/07/13/t-home-speedport-w-920v/”>druckeratte in letztem Jahr ähnlich massiv zugelangt und dafür
gesorgt, dass weitere Anbieter von Nachbaupatronen stoppen mussten.
Mein Hauslieferant hat alle Epson Tintenpatronen aus dem Programm
genommen.
Jetzt lese ich die gleiche Story von HP hier. Canon habe ich nicht
mitbekommen, aber es wird wohl ebenso ablaufen.
Ich vermute, dass es bald nur noch nachgefüllte, gebrauchte Patronen
im Handel geben wird, sofern die Hersteller nicht gegen Patente auf
Tinte verstoßen.
Derzeit benutze ich hier ein Tintensystem, wo der Drucker sich die
Tinte über Schläuche aus 100ml großen Flaschen zieht. Nötig sind dazu
Spezial-Chips, die sich selbständig resetten und dem Drucker
vorgauckeln, es seien immer volle Patronen eingesetzt.
Vor zwei Jahren wollte ich mit der Vermarktung dieses Systems in
Deutschland beginnen. Dann kam der erste Schlag von Epson gegen die
Patronen-Hersteller. Begründung der Ansprüche damals: Die Chiptechnik
darf nicht kopiert oder manipuliert werden.
Daher habe ich die Finger von dem System gelassen und nichts
vermarktet.
Letztlich befürchte ich, dass auch solche Chips, Chipresetter und
alle Arten von “Nachbau-Tinte” unter irgend welche Patentansprüche
fallen werden. Dann ist der Markt wirklich tot.
Die Idee, einen “freien” Drucker auf den Markt zu bringen, finde ich
genial gut. Ist so ähnlich wie Linux oder OpenSource. Aber es stimmt
auch, dass vermutlich absolut sämtliche erforderlichen
Schlüsseltechnologien und Prinzipien in den Druckern durch Patente
“vernagelt” sind.
Alterantiv wäre es wirklich klug, das EU-Recht betr.
Schrottvermeidung durchzusetzen. Hier würde dann das EU-Recht gegen
das Patentrecht antreten. Zwei Rechtssysteme gegen einander!
Na das wäre doch wenigstens “auf gleicher Augenhöhe” bzw.
“systemkompatibel”! Und ich glaube, es wäre sogar
erfolgversprechender.
Beste Grüße
Clemens