Re: Thermo-Transfer-Drucker - Direkt-Druck vom Foto-Dock
Thermo-Transfer-Drucker arbeiten schon mit “Vorheizen” (>Thermo), es
wird aber dabei aus 3 Farbfolien (in den Grundfarben) die Farbe
daraus auf das Papier aufgebracht.
Vorteil: sehr, sehr gute UV-beständige Farbwiedergabe, auch weiß auf
schwarzem Hintergrund möglich
Nachteil: sauteuer
Von Citizen gabs mal einen Thermo-Transfer-Drucker, der trug die
Farbe mittels Kasetten ähnlich einem Schreibmaschinenkorrekturband
auf. Davon brauchte man dann 4 Stück (RGB schwarz), zusätzlich gab
es für diesen Drucker die Farben silber, gold und weiß. Kosteten vor
ca 8 Jahren 18,-DM pro Kassette, silber gold je 27,- DM. Das Ganze
reichte für ein paar Seiten Druck. Man konnte sogar auf Folie zur
Fahrzeugbeschriftung drucken.
Der bekannteste Drucker dieser Art war der NEC 3000 (war etwa von
1993 bis 1997 am Markt und kostete anfangs ca 2.000 DM, zuletzt noch
500,-DM - zum Vergleich 1994 kostete ein HP 520
SW-Tintenstrahldrucker mit 300 dpi auch etwa 500,-DM), der Formate
bis DIN A4 bedruckte. Der brauchte wirklich 3 Rollen Folie, die das
Stück ca 50,-DM kosteten.
Großer Nachteil - vom Preis abgesehen - war, egal, wie groß die zu
bedruckende Fläche war, er brauchte für einen Ausdruck IMMER eine
Folienfläche des DIN A4- Formates - auch bei einem Ausdruck eines
Paßfotos! Und die verbleibende, ungebrauchte Folie dieses Ausdrucks
war Verschnitt und nicht mehr zu gebrauchen - also alles andere als
wirtschaftlich.
Eingesetzt wurde das Gerät oft von Fotohändlern für negativlose
Bildkopien (Scannen, im Photoshop bearbeiten und dann drucken). Dafür
kostste mal eben eine Bildkopie mal eben zwischen 20 und 50,-DM.
Angesichts der Verbrauchskosten also durchaus moderat.
Später führte Olympus das Thermo-Transfer-Verfahren für die eigenen
Digitalkameras wieder ein, die Geräte kosteten auch wieder um die
1.000 DM, Verbrauchsmaterial (Folien und Papiere) gabs ebenfalls nur
von Olympus zu entsprechenden Preisen. Allerdings sank das Fotoformat
auf max 10 x 15 cm - also genau das, was uns Kodak nun als Neuheit zu
entsprechenden Preisen und zum Wohl der eigenen Shareholder verkaufen
will.
Warum das Verbrauchsmaterial so teuer ist? Da ist goldenes Profitin
drin… Genauso wie in Spezialzubehör (WARUM HABEN DIGITALKAMERAS
EIGENTLICH KEIN FILTERGEWINDE MEHR????), Spezialakkus und neuen
inkompaiblen Speicherchips.
Gruß aus HH
Hein